Montag, 31. März 2008

Welche Krankenkasse bezahlt was?

Wenn klar ist, welche Impfungen noch benötigt werden, ist als nächstes zu klären, welche Kosten die Krankenkassen für die benötigten Reiseimpfungen übernehmen wird und welche nicht. Viele Krankenkassen übernehmen bereits einen Großteil der Kosten, andere jedoch nicht.

Ein persönliches Gespräch mit dem/der Bereichsleiter/in kann bei Nichtzahlung schon Wunder wirken. Falls die Kosten untragbar sind und die Krankenkasse diese nicht übernehmen will, hilft im letzten Schritt nur noch ein Kassenwechsel. Die nachfolgende Tabelle soll einen ersten Eindruck über die aktuelle Situation verschaffen. Wie gesagt, kann man auf direkte Anfrage häufig noch viel erreichen!

Infos zur Impfung und Infektionskrankheiten in Ghana

Zu den Reisevorbereitungen gehören natürlich auch immer die richtigen Impfungen. Die folgende Liste zählt die vorgeschriebenen und sinnvollen Impfungen für Ghana auf. Zudem sind die Zeiträume für eine mögliche Impfung angegeben, sodass geschaut werden kann, bis wann eine Grundimmunisierung noch möglich ist:Zusammengefasst:
  • Gelbfieber ist vorgeschrieben
  • Diphtherie, Hepatitis A+B, Polio, Tetanus, Tollwut und Typhus sinnvoll
  • Meningokokken (Gehirnhautentzündung) treten laut WHO zurzeit sporadisch auf. Man muss sehen, wie sich das entwickelt, oder ob eine Impfung für den Einzelnen in Frage kommt. Bei längerem Aufenthalt sowie Überlandreisen ist so eine Impfung aber schon zu empfehlen.
Mögliche Infektionskrankheiten (fehlende Infos bitte ergänzen)

Die folgende Liste zeigt noch einmal mögliche Infektionskrankheiten und wo sie auftreten können, ist aber notwendigerweise unvollständig. Infektionsrisiken mit einer Bedeutung für a l l e Reisenden sind unterstrichen. Die meisten Infektionen werden durch Wasser, Nahrung, Insekten oder engen körperlichen Kontakt übertragen. Bei umsichtigem Verhalten und der oben beschriebenen Grundimpfung sind die Risiken aber klein! Also keine Panik!

Ansteckung durch verunreinigte Nahrungsmittel, Trinkwasser, Hände, ungenügend gegarte oder kalte Speisen, nicht pasteurisierte Milch u. a.:
  • Hepatitis A und E
  • bakterielle, virale, parasitäre Magen-Darm-Infektionen
  • Übertragung von Kinderlähmung (Poliomyelitis) noch möglich
Ansteckung durch Insekten (vorwiegend in Jahreszeiten mit starken Niederschlägen):
  • Malaria (nachtaktive Stechmücken, Anopheles), hohes Risiko ganzjährig und landesweit
  • Denguefieber (grippeartig, tag- und nachtaktive Stechmücken: Aedesarten) und weitere Viruserkrankungen
  • Gelbfieber (tag- und nachtaktive Stechmücken: Aedesarten), hohes Risiko für Reisende
  • selten bei Reisenden: Leishmaniase (übertragen durch sehr kleine Sandmücken), Schlafkrankheit (übertragen durch Tsetsefliege, sporadisches Vorkommen im Norden), Filariosen (Wurmerkrankungen, übertragen durch tag- und nachtaktive Mücken) und spezielle, z. T. sehr seltene Infektionen
Ansteckung durch Spinnentiere (Zecken u. a.):
Zeckenbissfieber; weitere Erkrankungen sehr selten bei Reisenden

Risiken durch andere Tiere:

  • Qualität der Versorgung nach Biss sehr unterschiedlich
  • Tollwut: menschliche Todesfälle i. d. letzten 10 Jahren
  • Gifttiere kommen vor
  • Infektionen durch Produkte oder Ausscheidungen von Tieren
Ansteckung durch sexuelle Kontakte:
Übertragung von Viren (Hepatitis B, HIV u. a.), Bakterien (Chlamydien, Syphilis, u.a.), Pilzen u. v. a. möglich: www.unaids.org

Ansteckung durch mangelnde Hygiene bei medizinischen Eingriffen, Tätowierung, Piercing
Übertragung von Viren (Hepatitis B, C, HIV u. a.) oder Bakterien u. a. möglich

Ansteckung durch engen Kontakt mit Erkrankten: Tröpfcheninfektion:
  • bakterielle Hirnhautentzündung- Meningokokken-Meningitis (v. a. in Trockenperioden von Dezember bis Mai, v. a. im Norden und Südosten des Landes), u. a. sehr seltene Erkrankungen
  • bei Einheimischen häufig: Tuberkulose
Ansteckung durch Hautkontakt:
  • Baden in Süßwasser: Wurmerkrankung (Bilharziose / Schistosomiasis) und bakterielle Infektionen
  • Barfußlaufen auf verschmutztem Boden: Sandflöhe, Hakenwurminfektion
  • Verschmutzte Wunden: Tetanus

Malaria:

Hohes Risiko: ganzjährig, landesweit, inklusive der Städte

Andere, durch Mücken übertragene Infektionen, kommen vor.
_________________________________________________________________
Quellen: Gesundes-Reisen.de
BARMER Gesundheitstelefon